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Sardinien5Sardinien, die Mittelmeermacchia und das örtliche Ökosystem, die Region Anglona, Valledoria.

Die Vegetation eines Gebietes ist aufs Engste mit den dort herrschenden allgemeinen und spezifischen klimatischen Bedingungen, dem Ausbreitungsdrang der Pflanzenarten und dem Grad der Verstädterung dieses Gebietes verbunden.

Aufgrund der bekanntesten geografischen Klassifizierungen wissen wir, daß die Erde in fünf große Klimazonen eingeteilt ist. Jede dieser Klimazonen entspricht dem Ausbreitungsgebiet einer bestimmten Pflanzenkategorie.

Hier also die Aufzählung der Hauptkategorien:

Die megathermen Pflanzen - diese Pflanzen bevorzugen sehr warme Standorte bei großer Luftfeuchtigkeit.
Die mikrothermen Pflanzen - diese Pflanzen bevorzugen Standorte, die in den Sommermonaten nicht so warm und im Winter sehr kalt sind.
Pflanzen der E-Klimate - arktische und antarktische Vegetation, die bei sehr kalten Temperaturen jenseits der Baumgrenze wachsen.
Die xerophyten Pflanzen – werden als solche bezeichnet, weil sie in Gebieten mit gemäßigter Hitze und Feuchtigkeit wachsen. Diese Pflanzen sind für trockene Zonen geeignet, die durch lange Zeiträume der Trockenheit gekennzeichnet sind.
Die mesothermen Pflanzen - Diese Pflanzen, die wenigstesn über einen bestimmten Zeitraum im Jahr Temperaturen von 15-20°C und eine Periode üppiger Niederschläge benötigen, also z.B. die mediterranen Pflanzen.

Gemäß dieser Klassifizierung der Vegetation unterscheidet man fünf große Klimate:

Tropisch feuchte Klimate - diese stimmen mit den Gebieten der megathermen Pflanzen überein.
Trockene Klimate - hier sind die xerophyten Planzen heimisch.
Warmgemäßigt Klimate - hier sind die mesothermen Planzen heimisch.
Boreale Klimate - diese entsprechen den Zonen, in denen mikrotherme Pflanzen heimisch sind.
Die Polarzonen - hier sind die Pflanzenarten heimisch, die sehr kalten und trockenen Temperaturen standhalten.

Sardinien3Sardinien genießt ein gänzlich mediterranes Klima.
Dieses ist das Ergebnis eines Überganges zwischen dem kontinentalen, gemäßigten europäischen und dem trockenen subtropischen Klima Nordafrikas.


Dieses Klima ist durch Niederschläge, die vor allem in den Wintermonaten fallen und sehr heiße und trockene Sommer gekennzeichnet.

Um die sommerliche Trockenheit zu überleben, hat die hiesige Vegetation Mechanismen entwickelt, die den Pflanzen erlauben den Wasserverlust zu minimieren und sich besser gegen die hohen Temperaturen und eventuelle Brände zu wehren.
Tatsächlich läßt die Überzahl der perennierenden Pflanzen, wie die Laubbäume (Korkeiche, Steineiche und Roverellaeiche), ungleich den Nadelbäumen, sofort nach einem Brand Schößlinge austreiben, die dazu in der Lage sind, in kurzer Zeit das umliegende Land zu kolonisieren und somit zu verhindern, dass andere fremde Arten sich in der Phase nach dem Brand ansiedeln können.

Sardinien7Auch die Beschaffenheit der Böden ist wichtig, denn diese sind beispielweise nicht sehr tief und wenig entwickelt, arm an organischen Substanzen und an der Oberfläche vornehmlich steinig und felsig.

Wenn man von einer mediterranen Umwelt spricht, bedeutet dies die Darstellung eines aus klimatischer, bodenkundlicher und morphologischer Sicht durchschnittlich homogenen Gebietes.

Die Mittelmeerregion kann, aufgrund einer Vielzahl Verschiedenheiten, die an den Breitengrad, die Höhe und die Lage gebunden sind, noch weiter in spezifische Bereiche unterteilt werden, auf die hier nicht eingegangen werden soll. Bei Interesse können diese hier im Internet vertieft werden.
SardinienDie hier in unserem Gebiet vorwiegend anzutreffende Pflanzengesellschaft ist die “Mittelmeermacchia”. Diese besteht ganz allgemein aus immergrünen Pflanzenarten mit ledrigen Blättern, wie der Myrte, dem Mastixbaum, dem Erdbeerbaum, der Erika, dem Rosmarin und vielen anderen, die einen dichten und verworrenen Unterwald bilden, der dem Wild einen wertvollen Lebesraum bietet und ihnen Nahrung, Unterschlupf und Nistplätze verschafft.

Die Mittelmeermacchia unterscheidet sich von Ort zu Ort in ihrer pflanzlichen Zusammensetzung. So besteht sie in der Region Anglona beispielsweise vornehmlich aus Mastixbäumen, baumartiger Erika, Johannesbrotbäumen, wilden Olivenbäumen und Ginster.

Sardinien4Häufig ist die Macchia recht niedrig und besteht aus Pflanzenarten, die ca. eineinhalb bis zwei Meter hoch sind. Dazu gehören zum Beispiel die Steinlinde, der Mastixbaum, die Zistrosen, etc. (immer in Gebieten mit geringer spezifischer Pflanzenausbreitung, die für Stadtgebiete spezifisch ist).

Die Degradation der Mittelmeermacchia führt zur Bildung der Garigue, einer offenen mediterranen Strauchheidenformation. Charakteristische Pflanzen dieses Vegetationstyps sind Zwergsträucher wie echter Lavendel, Zistrosen, Rosmarin, Erica multiflora und andere.

Die typisch sardische Landschaft ist sehr antiken Ursprungs und wurde vom Menschen tief und radikal verändert (Rodung, Brände, Beweidung, menschliche Besiedelung, Landwirtschaft), so dass sie meist nur noch an den Küsten und in Teilen des Landesinneren zu finden ist.

Falls man die Traditionen, das Vorkommen von Tieren und Pflanzen in einem bestimmten, begrenzten Gebiet, sowie hochwertige Produktionen und eine umweltgerechte Nutzung der Ressourcen wahren möchte, ist es gegenwärtig sehr wichtig die Mittelmeermacchia aufzuwerten.

Die Region Anglona, umfasst als spezifischen Endemismus, das Gebiet um die Mündungen des Coghinas, welche von der Europäischen Gemeinschaft zum Gebiet von Gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) erklärt worden ist. Der Endabschnitt des Flusses ist ein geschütztes Gebiet, da es aus Sicht der Umwelt eine wichtige Quelle der Biodiversität von allgemeiner Bedeutung darstellt.

Zu diesem Endemismus zählt also die Flußlagune mit ihrem gesamten wichtigen Dünensystem, das sich über zehn Kilometer entlang der Küste erstreckt und eines der wertvollsten Nordsardiniens ist.
Sardinien6Die Mittelmeermacchia ist hier durch verschiedene Pflanzenarten gekennzeichnet, zu denen die Köttelbecke (Armeria pungens), die Immortelle und das Zypressenkraut (Otanthus maritimus), gehören, ebenso wie die psammophile Küstenvegetation und verschiedene Arten vonWaldungen und Macchien von außergewöhnlichem naturalistischem Wert.

Der letzte Teil des Flusses, im Gebiet von Valledoria, ist gekennzeichnet durch einem dichten Bewuchs mit Tamerisken und Schilfrohr (Phragmites australis), während der unter Wasser stehende Teil der Strände mit untergetaucht lebendem Neptungras (Posidonia oceanica) besiedelt ist.

Sardinien2Das ist es also, worauf wir Euch bezüglich Eurer Ferien aufmerksam machen wollen. Es gibt, zwei Schritte von Euch entfernt, ein geschütztes Ökosystem, das es wert ist, kennengelernt zu werden und für seinen Erhalt Respekt und Schutz fordert.

Unser Gebiet hat einen großen Reichtum an hier bestehenden Biotopen und geschützten Arten.

Kommt nach Sardegna, kommt nach Valledoria, helft uns diese Ecke der Welt zu verbessern und sich weiter zu entwickeln. Das Ergebnis steht dann allen zur Verfügung

 

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