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Valledoria, ein Ort Sardiniens, mit seiner erdgebundenen jungen Geschichte.

Die Region Anglona ist eine historische Region des Nordens von Sardinien, die auf den Golf von Asinara blickt.
Dieses weite Gebiet wird im Norden vom Meer, im Osten vom Fluß Coghinas, im Süden vom Berg Sassu und im Westen vom Fluß Silis und dem Berg Plosu begrenzt.
Es ist vorwiegend hügelig und von vielen kleinen Hochebenen vulkanischer oder kalksteiniger Natur gekennzeichnet, die sich auf einer Tuffgesteinbasis ausstrecken.
Entlang der Küste wechseln sich Strände mit steinigen Felsvorsprüngen ab.

Die ,auch als “Tiefes Tal” bezeichnete, Region Anglona ist durch den die Region durchquerenden Fluß Coghinas gekennzeichnet, und der größte Teil der Geschichte dieser Region ist tief damit verwurzelt.

Schon im Mittelalter stellte der "Lu Riu" genannte Fluß die Grenze zwischen den Fürstentümern, Judikaten, Torres und Gallura dar.
Anschließend, und bis zum heutigen Tage, stellt der Fluß die Sprachgrenze zwischen den Dialekten von Logudoro und Gallura dar.
Die Wirtschaft basierte zu seiner Zeit auf der Landwirtschaft und dank der Urbarmachungsarbeiten zwischen 1920 und 1930 wurde es möglich, die sehr fruchtbare Tiefebene des Coghinas besser zu nutzen, da diese häufigen Überschwemmungen ausgesetzt und daher schlecht zugänglich war.
Es wurden vor allem Artischocken und Tomaten angebaut.
In den '70er Jahren entwickelte sich zusätzlich, vor allem in den Küstengegenden, die Tourismusindustrie.
Nach der Urbarmachnung der Talebene wurde anfänglich der Tabackanbau eingeführt, der aber wegen der strengen Kontrollen, des Klimas und der Unmöglichkeit das Produkt vor Ort zu verarbeiten, keine vielversprechenden Ergebnisse zeigte.
Eine der bekanntesten Unternehmerfamilien vom Ort, nämlich die Familie Stangoni, begann - nach dem fehlgeschlagenen Tabackanbauversuch - zwischen 1920 und 1930 mit dem Anbau von Artischocken.
Diese Kultur verbereitete sich später auch in den anderen Gebieten Sardiniens mit Flach- und Hügellandschaften und nimmt heute eine Gesamtfläche von 12.000 Hektar ein.
Die hier angebaute Artischockensorte war und ist auch heute noch die stachelige sardische Sorte “Cynara Scolymus L.” (das L stammt von Carl Linnaeus, dem berühmten schwedischen Wissenschaftler und Biologen, dem wir das System der taxonomischen und der binären Nomenklatur verdanken, die heute weltweit für Pflanzen und Tiere verwendet wird).

Das Stangoni- Unternehmen wurde nach dem 1. Weltkrieg von den Brüdern Alberto Mario und Arnaldo gegründet und stellte den Dreh-und Angelpunkt der Wirtschaft in der Tiefebene des Coghinas dar.

Nach dem 2. Weltkrieg, gründeten die Stangoni Brüder, neben der Artischockenproduktion, eine Tomatenkonservenfabrik, die Ihr Etikett trug. Die '20er und '30er Jahre stellten die Blütezeit des Unternehmens dar.
Leider kompromitierten der Krieg und Schwierigkeiten bei der Unternehmensverwaltung die Firmenzukunft, aber die Erinnerung an diese epische Unternehmenserfahrung ist noch heute in der Erinnerung der Mitbewohner dieses Tales verankert.
Die Familie Stangoni zeichnete, am Höhepunkt des Produktionsprozesses angelangt, eine besondere Zeit der Blüte für die Tiefebene des Coghinastales.
Noch heute werden die Artischocken des Flußtales auf den wichtigesten inländischen und ausländischen Märkten angeboten oder exportiert.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt dieses Industriesektors aus gesehen, ist das Coghinastal eines der wichtigesten Produktionsstandorte in der Provinz von Sassari.

Heute gibt es in diesem Tal viele Hersteller, aber die lokale Landwirtschaft, die mittlerweile ihre Produktion auf neue Produkte ausgeweitet hat, wurde mit dem Tourismus, dem Handel und anderen Dienstleistungen Seite an Seite gestellt.
Dieses vielfältige Vorhandensein von Sektoren hat es in Momenten der Krise ermöglicht, ein wirtschaftliches Gleichgewicht zu erhalten.
In den letzten Jahren entdecken die Menschen in diesem Gebiet den Wert der Umwelt wieder und verstehen das Potenzial einer neuen touristischen Entwicklung, deren große Stärke die Umweltgerechtigkeit und die Qualität der örtlichen Eigenschaften ist, und die für die Förderung eines verantwortungsvollen Tourismus in ihr Image und ihre Kultur investieren.

Ciao Valledoria - Gemeinnütziger Verein - nachhaltigen Tourismus - Valledoria (SS) - Italy