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Sardegna TurismoSardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, die achtgrößte in Europa und sechsundvierziggrößte in der Welt.
Dank seiner Position, im Herzen des Mittelmeeres, hat Sardinien seit dem Altertum das Interesse vieler Kolonialmächte auf sich gezogen.
Die besondere Form der sardischen Küsten (die an eine Sandale oder einen Fußabdruck erinnert), inspirierte die alten Griechen dazu die Insel Sandalya oder Hyknusa  – Ichnussa - zu nennen.

Sardinien hat eine Gesamtoberfläche von 24.090 km². Mehr als 80% des Inselterritoriums ist durch seine Berg- und Hügellandschaften gekennzeichnet, die sich über 16.352 km² ausdehnen und von denen 67,9 % von Hügeln und felsigen Hochebenen geformt sind.
Einige Hochebenen sind sehr charakteristisch und werden Giara oder Gollei genannt, wenn sie granitischen oder basaltischen Ursprungs sind, Tacchi oder Tonneri, wenn sie aus Sandstein oder Kalkstein bestehen.
Die Berge nehmen 14% des Inselterritoriums ein, dehnen sich über eine Gesamtfläche von 4.451 km² aus und bestehen aus sehr alten Gesteinen. In der Mitte Sardiniens, erhebt sich das Gennargentu Massiv mit seiner höchsten Bergspitze, Punta La Marmora, in 1.834 m Höhe.

Die Flüsse, die die Insel durchziehen sind hauptsächlich sturzbachartig. Die wichtigsten darunter sind: der Tirso, der Flumendosa, der Coghinas, der Cedrino, der Temo und der Flumini Mannu.
Fiume CoghinasDer Fluss Coghinas, der sich im Gebiet der Region Anglona befindet, ist aus landwirtschaftlicher, sowie aus faunistischer und touristischer Sicht von großer Bedeutung.
Der Fluss hat eine Länge von 116 km, wird von verschiedenen Nebenflüssen gespeist und beendet seinen Lauf in Valledoria in Form einer Trichtermündung.
Entlang seines Laufes wird der Fluss künstlich durch einen Staudamm aufgehalten (an der Flussenge Muzzone) und bildet so einen Stausee mit einer Kapazität von 254 Millionen Kubiklitern Wasser.
Diga CoghinasDer Stausee versorgt einen Großteil der Provinz um Sassari mit Trinkwasser.
1926 wurde der Stausee mit einem Wasserkraftwerk versehen, das immer noch in Betrieb ist.
Seit 1929 wurde es, dank der Arbeiten zum Bau von Dämmen, von Drenagekanälen und einem kapillaren Bewässerungssystems möglich, die Grundstücke am Fluß optimal für die Landwirtschaft zu nutzen.

Die Bezeichnung Coghinas, bedeutet in der Sprache der Region Logudoro “Küche”. Dieser Begriff rührt daher, dass entlang des Flusses, in der Nähe des Schlosses "Castel Doria" salz-, brom- und iodhaltige Thermalquellen sprudeln, die schon zu Zeiten der Römer bekannt waren, und nun in einer am Fluss gelegenen Thermalanlage Anwendung finden.
Terme di CasteldoriaDie Thermalquellen von Casteldoria, die heute noch auf Dialekt 'li caldani', die heiß Kochenden, genannt werden, sind durch Wasseradern kochenden Wassers (ca. 70°C) charakterisiert, die von unterhalb des Flussbettes heraufsprudeln und diesen an einigen Stellen erheblich erhitzen. Die bestehenden Hauptkanalisationen werden jedoch in der ganzjährig geöffneten Thermalanlage genutzt.

Die Thermalquellen haben sowohl im rheumatologischen Bereich als auch bei der Behandlung von gynäkologischen Erkrankungen und Erkrankungen im HNO- Bereich optimale Heilqualitäten.

Darüber hinaus verfügt die Thermalanlage über einen spezifischen Wellnesbereich, der sich grundsätzlich mit der allgemeinen Gesundheitspflege befaßt und auch über ein Thermalbad verfügt. Dieses Bad ist ein wenig von der Haupthtermalanlage entfernt, da es mit Quellwasser versorgt wird, das direkt warm aus dem Boden kommt. Die Anlage bedarf daher keiner Erhitzung, sondern einer Abkühlung, um eine optimale Wassertemperatur zu erzielen.

In der Nähe der Thermen, und über einen Wanderweg entlang des Berges "Monte Ortigiu"zu Fuss zu erreichen, steht auf der Spitze ein Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, das als das Schloss der Doria bezeichnet wird.

Es ist von weitem zu erkennen, denn es ist ein einzelner hoher Turm mit einer unregelmäßig fünfeckigen Grundfläche, der vom Schloss selbst getrennt ist und zu seinen Füßen über eine Zisterne zur Regenwasserspeicherung verfügt.


Der Fluss Coghinas, hatte in der Geschichte, über die Anwesenheit der Thermalquellen hinaus, auch aufgrund seiner Schiffbarkeit eine sehr große Bedeutung.

Laut hiesiger Studien, soll der Bereich der Flussmündung des Coghinas ein echtes Hafensystem mit Anlegestellen ohne Hafendamm und einer späteren Flußschiffahrt dargestellt haben, das auf der Höhe von Villalba und Cocina (heute Viddalba und Santa Maria Coghinas) am Flussufer zwei Abzweigungen als Anlegestellen hatte.

Heute ist der Fluss, in seinem schiffbaren Abschnitt, ein beliebtes Ziel für Sportler, Angler und Touristen. Letztere haben die Möglichkeit, den Fluß mit einem Boot hinauf zu fahren, um Vögel zu beobachten, Fotos zu schießen oder Kanu zu fahren und dabei die sie umgebende Landschaft zu bewundern, die reich an Flora und Fauna ist.

Sportler können hier über das ganze Jahr hinweg und in voller Sicherheit unterschiedliche Wassersportarten betreiben wie Kitesurfen, Segeln und Windsurfen und viele viele andere mehr.

Die Mündung des Flusses Coghinas ist ein Gebiet von GemeinschaftlicherBedeutung GGB.
Dieser Ort wird aufgrund der Eigenschaften des Habitats von verschiedenen Vogelarten für ihre Fortpflanzung ausgewählt.

Das Wasser hat in Sardinien immer eine große Rolle gspielt.
Zunächst, natürlich, weil die Region als Insel vom Meer umgeben ist. Ein weiterer Grund ist aber, wie wir bereits oben gesehen haben, die Anwesenheit von wichtigen Wasserläufen, entlang derer im Laufe der Zeit Städte und Handwerksbetriebe aufblühten.

Das Klima auf der Insel ist im Winter mild und temperiert und im Sommer trocken.

Es ist das ganze Jahr über möglich Sardinien zu besuchen. Aus naturalistischer Sicht ist jedoch der Frühling die schönste Zeit des Jahres. Die Sommermonate sind für all jene optimal, die einen typischen Sardinienurlaub am Meer bei milden Temperaturen verbringen möchten, während für die Sportbegeisterten das ganze Jahr optimale Konditionen bietet.
Für einen Kulturaufenthalt, auf den Spuren der Geschichte oder auf Erforschungstour in der Umwelt, ist die Insel 365 Tage im Jahr für Euch da.
Die Wasserversorgung erfolgt hauptsächlich über Oberflächengewässer.
Das Meer in Sardinien hat aus touristischer, kultureller und sozialer Sicht, sowie im Hinblick auf die Umwelt eine herausragende Bedeutung.
Sardegna turismo sostenibileSardinien darf sich, mit seinen verschiedenartigen und abwechslungsreichen Küsten, dafür rühmen, eines der schönsten Meere der Welt zu haben.
Entlang unserer Küsten werden die Ferienbesucher auf Strände für jeden Geschmack treffen, z.B. große Sandstrände mit Dünen oder kleine versteckte Buchten zwischen Felsvorsprüngen, wo sie unvergeßliche Momente verbringen können.
In Bezug auf die kulturellen Einflüsse, könnt Ihr unter dem Kapitel "Die Insel auf der Insel" genauer nachlesen, wie in der Vergangenheit häufig Invasionen über das Meer erfolgt sind.

Die Wichtigkeit des Wassers für Sardinien läßt sich offenkundig bis in die Zeit der Nuraghe zurückverfolgen.
Diese tief religiöse Zivilisation hat für ihre, als Kult des Wassers bekannten, Riten auf der gesamten Insel eine vielzahl heiliger Brunnen (Tempel) errichet.

Perfugas Pozzo Sacro - content by Wikipedia GNU LicenceNach einigen Thesen der Historiker, die sich mit diesem Thema befassen, wurden diese Brunnen unter der Berücksichtigung einer besonderen astronomischen Orientierung gebaut. Laut dieser Hypothese spiegelt sich der Mond bei seiner maximalen Neigung (alle achzehneinhalb Jahre) durch die Öffnung der Tholos (der unterirdischen Kuppel, die den Brunnen darstellt) genau in der Mitte des Brunnens.

Selbige Hypothese besagt, dass sich die Sonne in bestimmten Brunnen, während der Frühlings- und Herbsttagundnachtgleiche, und in anderen Brunnen während der Sommer- und Wintersonnenwende, über die Stufen, die zum Brunnen hinab führen, im Wasser der Quelle spiegelt. Man geht davon aus, dass die in den Tempeln des heiligen Wassers gefeierten Riten mit der Fruchtbarkeit der Der Großen Mutter Göttin (Erde) im Zusammenhang standen, wobei auch die Mondgöttinnenmutter (Himmel) um ihre Fürsprache angerufen wurde.

Die Tempel waren Orte der Zusammenkunft, an denen sich die Menschen zu verschiedenen Zeiten des Jahres, sowohl zu Kriegs-, als auch zu Friedenszeiten, zur Vollführung ihrer religiösen Praktiken und den damit verbundenen Riten versammelten.

Dank archeologischer Ausgrabungen, konnte man in der Nähe der Gebiete, in denen die Brunnen konstruiert wurden, die Behausungen der Menschen finden, die in ihrem Umfeld lebten. Es wurden auch Räumlichkeiten für Versammlungen und Aufführungen, sowie Arenen für den sportlichen Wettstreit und kollektive Tänze aufgefunden.

Es wird davon ausgegangen das diese Gebiete als neutral aufgefaßt wurden, das heißt, das dort eine Art Waffenstillstand zwischen den nuragischen Bevölkerungen dieses Gebietes herrschte.

Das Wasser hat, gestern wie heute, eine fundamentale Rolle in der Geschichte der Insel.

Heute kann ein Urlaub in Valledoria für Euch die Gelegenheit sein, unsere Geschichte des Wassers zurückzuverfolgen, indem Ihr die Orte aus unserer kurzen Erzählung besucht oder einfach zu sehen, ob das Meer oder der Fluß für Euch ein wahrer Anziehungspunkt sein könnte, um diese Ecke Sardiniens, die Euch erwartet, kennenzulernen.

Kommt uns also besuchen und macht Euch Gedanken darüber, wie Ihr mit Eurem Urlaub dazu beitragen könnt die hiesige Umwelt mit ihren Orten und ihrer Artenvielfalt zu achten, zu verbessern und zu schützen.

Ciao Valledoria - Gemeinnütziger Verein - nachhaltigen Tourismus - Valledoria (SS) - Italy